Vereinsgeschichte

Die Geschichte des Katzenschutzvereins Wolgast e.V. geht zurück in die DDR-Zeit:  Mitfühlende Menschen fütterten in Wolgast ausgesetzte und verwilderte Hauskatzen, auch auf dem Friedhof der Stadt. Allerdings führte das schnell zu Problemen. Gräber wurden von den Samtpfoten immer wieder als „Toilette“ benutzt. Die Konflikte waren entsprechend programmiert und konnten zunächst auch nicht gelöst werden.

Weil keine Lösung in Sicht war, verhängte die Stadt ein Fütterungsverbot im September 2004. Die BILD-Zeitung griff das Thema auf und titelte damals: „Wolgast lässt 1000 Katzen verhungern“. Für die kleine Stadt an der Peene ging diese Kampagne einher mit einem Imageschaden. Die Entscheidung der Stadtverantwortlichen führte auch zu massiven Protesten von Tierschützern und Tierschutzorganisationen.

Ein altes Gaswerk dient als Tierheim

Schließlich fanden sich engagierte Tierfreunde in Wolgast, um den Katzenschutzverein Wolgast zu gründen. Ziel der Tierschützer war es, die herrenlosen Samtpfoten gut zu versorgen. Die Stadt wiederum hatte Interesse, den Friedhof „katzenfrei“ zu bekommen. Daher stellte die Kommune dem Verein ein ansonsten kaum nutzbares Gelände am ehemaligen Gaswerk im Rahmen eines Pachtvertrages zur Verfügung. Dank der großen Eigeninitiative der Mitglieder, Spender und Sponsoren aus Wolgast, aber auch aus der gesamten Bundesrepublik, wurden hölzerne Unterkünfte als Wohn- und Schlafplätze gebaut. Die Katzen wurden tierärztlich versorgt, kastriert und, wenn sie noch nicht zu lange auf der Straße gelebt haben und zu scheu waren, an Menschen vermittelt, die ihnen eine gutes neues Zuhause bieten konnten.

Das zugewiesene Gelände wies marode Zäune und ein paar baufällige Gebäude auf, eines davon wurde mit beträchtlichem Aufwand zu einem Katzenhaus mit Quarantänestation nach Tierschutzgesichtspunkten umgebaut. Es gab vorher weder Strom, Wasseranschluss, Heizung noch Toiletten. Nur durch die finanzielle und personelle Unterstützung eines Vereinsmitglieds konnten Außenanlagen und stabile Zäune entstehen. Mittlerweile kann auch keine Katzen mehr „stiften“ gehen, wie das in der Vergangenheit der Fall war.

Privatleute versorgen Katzen in Wolgast

Die Stadt hat sich bislang einmal mit 500 Euro an den finanziellen Aufwendungen für die Versorgung, Pflege und Unterbringung der Katzen beteiligt. Den Löwenanteil der aufzubringenden Kosten tragen die Mitglieder. Mit großem persönlichen und finanziellen Einsatz einiger Vereinsmitglieder konnte der unkontrollierten Vermehrung der Wolgaster Katzen Einhalt geboten werden.

Der Verein ist daher weiter dringend auf Sach- und Geldspenden angewiesen. Außerdem freut er sich über neue Mitglieder, die vor Ort tatkräftig mit anpacken. Willkommen sind auch Menschen, die eine herrenlose Katze adoptieren möchten.

So können Sie helfen:

  • Geld spenden
  • Katze adoptieren
  • Mitglied werden

Gelände1

Share Button